Konflikte im Alltag und wie man sie lösen kann – die kosmische Brieftaube

KonflikteKonflikte lösen und erkennen wieso Konflikte entstehen, ist eine wichtige Grundlage im täglichen Leben. Konflikte entstehen immer aus einem Grund und dies wollen wir beleuchten, damit Klarheit entsteht, wie man Konflikte aktiv und gelassen angehen sowie lösen kann.

Jeder hat in seiner beruflichen Tätigkeit oder im privaten Umfeld mit Menschen zu tun, welche unterschiedliche Voraussetzungen, Wertvorstellungen, gesellschaftliche Prägungen und eine Vergangenheit mit sich bringen. Bei der Vergangenheit beziehe ich mich vor allem auf die Kindheit und die Phase des erwachsen Werdens. Jede Phase des Lebens prägt einen Menschen auf die unterschiedlichste Art und Weise. Die Beeinflussung fängt bereits im Kindesalter an, wo z.B. ein Kind im Kindergarten zum ersten Mal Konflikte auf einer grösseren „Bühne“ erleben kann.

Alle diese kleinen Konflikte sind dazu da, dass der junge Mensch Erfahrungen sammeln und mittels der Erfahrung, in zukünftigen Konflikten besser oder gelassener reagieren kann. Nun ist es aber so, dass sehr viele Kinder von den schlechten Beispielen der Erwachsenen lernen. Damit meine ich, dass Kinder ihre Umgebung sehr genau beobachten und bei diesen Beobachtungen ziehen die Kinder bereits in jungen Jahren ihre Schlüsse, welche sie prägen. Diese Prägung kann sich verstärken, wenn ein Kind sehr anfällig ist, Konflikte ernst zu nehmen. Wieso dies so ist, hat mit verschiedensten Dingen zu tun, welche ich hier nicht im Detail erläutern werde, da sie den Rahmen dieser Abhandlung sprengen würden.

Kurz zusammengefasst kann man aber sagen, dass ein Kind eine sogenannte Prädisposition bei der Geburt mit auf die Erde mitnimmt. Damit meine ich, dass jeder Mensch also jedes Kind, wenn es auf die Erde kommt, bestimmte Dinge in die Wiege gelegt bekommt. Diese Prädisposition, von denen es sehr viele gibt, hat dann einen sehr grossen Einfluss, wie ein junger Mensch seine Umgebung wahrnimmt und wie es diese Daten bzw. Informationen verarbeitet. Ein z.B. schüchternes Kind, aufgrund seiner Prädisposition, ist damit schneller überfordert, wenn es einer hitzigen Situation bzw. in einer sehr emotionalen Situation ausgesetzt wird. Es hat nicht die Möglichkeit, sich emotional davon zu distanzieren, welches wiederum dazu führt, dass diese Überforderung im Kind eine Prägung mit sich bringen wird. Diese Prägung hat wiederum Einfluss auf zukünftige Konflikte oder schwierige Auseinandersetzungen im Alltag mit anderen Menschen.

Wenn ein Kind aufgrund seiner Erfahrung immer damit konfrontiert wird, dass es in einer sehr emotionalen und konfliktgeladenen Umgebung aufwachsen muss, wird das Kind Mechanismen entwickeln, welche darauf ausgerichtet sind, sich zu schützen, denn das Kind und später der erwachsene Mensch, will sich nicht immer diesen Emotionen aussetzen und hat hierzu nötige Strategien entwickelt um damit umzugehen.

Wie bereits oben beschrieben, wird diese Prägung in das Erwachsenenleben mitgenommen und mit dieser Prägung, versucht der erwachsene Mensch, seine Konflikte zu lösen. Das Lösen von Konflikten beginnt aber immer zuerst bei einem selber. Konflikte sind immer ein Spiegel. Damit will ich zum Ausdruck bringen, dass ein Mensch ein Problem mit einer bestimmten Situation hat. Die Frage stellt sich nun:

„Wieso habe ich dieses Problem und wieso kann ich es nicht lösen?“

Diese Fragestellung ist der 1. Schritt für die eigene Konfliktlösung, weil der Konflikt auch immer in einem selbst vorhanden ist und nicht nur mit den beteiligten Personen, welche zum Konflikt geführt haben. Dies zu erkennen ist essentiell und muss dringend als erstes angegangen werden.

Der 2. Schritt besteht darin, sich bewusst zu werden, wie dieser Konflikt entstanden ist. Ein Konflikt baut sich nicht immer gleich auf, aber es folgt immer demselben Muster, welches man zur Laufzeit vom Konflikt erleben kann. Zuerst kommen zwei oder mehrere Menschen zusammen und beraten sich zu einem Thema oder tauschen Informationen aus. Basierend auf den ausgetauschten Informationen beurteilen wir unsere aktuelle Situation in Bezug auf die vermittelten Informationen und daraus entstehen dann verschiedenste Gefühle welche aufgrund unserer Vorkonditionierung ihren Lauf nehmen.

Normalerweise haben wir grosse Probleme diese Muster zu erkennen. Inzwischen hat es aber immer mehr Menschen, welche diese Muster erkennen können und bereit sind, diese Muster abzubauen, bzw. sich dem bewusst werden und erkennen, dass es eine Möglichkeit gibt diese Muster, welche destruktiv sind, nicht mehr zu leben. Es gehört eine bestimmte Reife und Lebenserfahrung dazu, damit man diese Muster erkennt und dann aufgeben kann. Es ist immer wieder befreiend für jede Person, welche dies erkennt und diese Muster auflösen kann.

Evolutionsbedingt sind Menschen immer wieder mit Konflikten konfrontiert. Es können Konflikte zwischen zwei Menschen oder aber auch zwischen Ländern bzw. Nationen entstehen. Gruppenkonflikte, religiöse Konflikte oder andere Konflikte verlaufen ähnlich wie oben beschrieben und können auch ähnlich oder gleich aufgelöst werden. Das Problem bei komplexen Konflikten, wie es z.B. zwischen zwei Nationen oder Organisationen, besteht darin, dass viel mehr Menschen in diesen Konflikt mit einbezogen sind. Dies wiederum macht die Lösung solcher Konflikte ausserordentlich schwierig bzw. anspruchsvoll und fordert alle Beteiligte auf allen Stufen. Es liegt mir fern, hier nun geeignete Rezepte zu vermitteln, weil übergreifende oder Konflikte mit der Beteiligung von vielen Menschen immer sehr genau beurteilt und die Gründe hierfür müssen minutiös aufgearbeitet werden, damit man diese, einer Lösung zuführen kann.

Ich komme zum Abschluss dieser kleinen Ausführung zum Thema Konflikte im Alltag.

Wir Menschen sind damit konfrontiert, uns mit Menschen auszutauschen und wir werden immer wieder an Situationen herangeführt, welche dazu dienen zu erkennen, dass der Konflikt immer zuerst in einem selbst entsteht. Dieser Konflikt ist wie schon erwähnt, sehr stark von der eigenen Kindheit geprägt, da wir aufgrund unseren gemachten Erfahrungen immer wieder an die gleichen Themen herangeführt werden, bis wir erkennen, dass sich dieses Muster wiederholt. Dies wiederum führt dazu, dass wir diese Muster erkennen und auflösen können.

Viele Male ist es notwendig einen externen Berater bzw. Mediator hinzu zu ziehen, wenn sich zwei Personen nicht mehr einigen können und so in eine Sackgasse gelangen. Diese Sackgasse kann aus unterschiedlichen Gründen entstehen und kann je nach Situation und Komplexität nicht mit eigenen Mitteln und Möglichkeiten verlassen werden. Ein Mediator besitzt die Möglichkeit wert- und urteilsfrei den beiden oder mehreren Parteien aufzuzeigen, was sich ihm präsentiert. Er kann Wege aufzeigen, welche allen Beteiligten helfen können, die Situation mit einer neuen, externen und neutralen „Brille“ anzuschauen. Diese externe, wert- und urteilsfreie Betrachtung führt zu einer inneren Verhaltensveränderung und kann durch alle Beteiligten einfach beobachtet werden, da dies dazu führt, dass niemand mehr auf seinem Standpunkt verharren will und bereit ist, eine Veränderung der Dinge, der Ansichten oder andere Möglichkeiten in Betracht ziehen kann, um die Situation neu zu beurteilen und sich innerlich zu entspannen.

Konflikte sind immer zuerst bei sich selber aufzulösen, bevor diese dann bei den anderen Personen bzw. Beteiligten aufgelöst werden können. Eine objektive Beurteilung eines Konfliktes ist immer darauf ausgelegt, dass diese wert- und urteilsfrei geschehen muss und dies ist bereits der Schlüssel, um zukünftige anbahnende Konflikte zu verhindern. Wenn man es schafft, jede Situation ohne Urteile zu fällen, ohne zu werten, dann hat man bereits einen grossen Schritt auf den inneren Frieden zu gemacht. Frieden im inneren führt dazu, dass man sich ernst nimmt aber nicht mehr den Kampf der Energien aussetzen will, welcher am Schluss nur Verlierer „produziert“.

Verlierer sind alle die, welche am Schluss einer Konfrontation bzw. eines Konfliktes auseinandergehen und innerlich aufgegeben haben. Verlierer sind aber auch die, welche als Gewinner hervorgegangen sind, da diese etwas nicht berücksichtigen. Durch den Gewinn hat man etwas verloren, den der Konfliktpartner wird sich nun abwenden und allenfalls seine Haltung gegenüber dem Gewinner verändern.

Nun fragt man sich: „na und, das spielt doch keine Rolle!“

Langfristiges zusammenleben und zusammenwirken kann nur geschehen, wenn keiner Partei verliert, sondern dass beide Seiten die Möglichkeit bekommen ihr Gesicht zu wahren. Dieses Gesicht bezieht sich auf die innere Sicht eines jeden selbst. Selbst ist der, welcher im innersten angekommen ist und dies kann nur passieren, wenn man als Gewinner von dannen geht und dies kann nur passieren, wenn eben beide oder alle Beteiligten als Gewinner von dannen gehen können.

Ich schliesse mit folgenden zwei Sätzen ab:

Wer es schafft sich nicht zu ernst zu nehmen, wer es schafft sich gegenüber anderen nicht als „besser“ zu sehen, wer es schafft, alles was mit dem Gesicht wahren zu tun hat hinter sich zu lassen, hat einen grossen Schritt gemacht und kann in Zukunft immer wieder Konflikte erkennen und auf einfache Art und Weise vermeiden. Die Kraft, die Macht und der innere Frieden entsteht dadurch, dass man bei sich angekommen ist und nicht mehr für seine Daseinsberechtigung kämpfen muss!

… die kosmische Brieftaube

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